Hamburgische Kommende des johanniterordens

Die Hamburgische Kommende des Johanniterordens wurde 1951 als Untergliederung (Genossenschaft) der Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens Sankt Johannis vom Spital zu Jerusalem, dem Johanniterorden, gegründet. 

Seit 2015 ist Dr. Alexander von Kuhlberg regierender Kommendator. 

Jesus Christus beantwortet die Frage nach dem höchsten Gebot mit dem sog. Doppelgebot der Liebe:

Das erste Gebot ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der alleinige Herr. Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen… Das andere aber ist dies: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.“

Daraus leitet der Johanniterorden seit seiner Gründung im Jahre 1099 einen doppelten Auftrag ab, dem auch die Hamburgische Kommende verpflichtet ist:  

Eintreten für den christlichen Glauben (tuitio fidei)

  • Das Johanniter-Kolleg Hamburg bietet in Anlehnung an Kirchengemeinden mehrmals im Jahr ein Forum der Begegnung von Mitgliedern der Hamburger Johanniterfamilie mit interessierten Menschen unserer Stadt mit Vortragsangeboten und besonderen Gesprächsformaten zu theologisch und gesellschaftlich relevanten Themen, zumeist mit aktuellem Bezug. 
  • Der Gebetskreis der Hamburgischen Kommende widmet sich in regelmäßigen zeitlichen Abständen den Fürbitten für Menschen in verantwortlicher Position und/oder in Situationen der Not und Anfechtung und für das Gelingen gesellschaftlich relevanter Projekte.  
  • Engagement einzelner Hamburger Johanniter in der Synode der Nordkirche und in Kirchenvorständen unterschiedlicher Hamburger Kirchengemeinden.  

Dienst am und für den hilfsbedürftigen Mitmenschen (obsequium pauperum)

  • Die Johanniter Hilfsgemeinschaft (JHG) Hamburg ist eine ausschließlich ehrenamtlich tätige Untergliederung der Hamburgischen Kommende. 1948 als erste JHG deutschlandweit gegründet, organisiert sie neben anderen sozialen Aktivitäten eine Sommerfreizeit für Menschen mit Behinderungen, die Integra-Freizeit, und, gemeinsam mit der JHG Greifswald eine Sommerfreizeit für Kinder aus benachteiligten Familien.
  • Das Eckhard von Estorff-Stift, 1969 in Hamburg-Jenfeld als gemeinsames Werk der Hamburgischen Kommende und der JHG Hamburg gegründet, ist eine Einrichtung mit einem für bedürftige Menschen zugeschnittenen Angebot für soziales Wohnen.
  • Die Hamburgische Kommende fördert einzelne Einrichtungen der Johanniter Seniorenhäuser GmbH (JoSe) wie das Johanniter-Haus Mutter Eva von Tiele-Winckler in Wentorf bei Hamburg.

 

Darüber hinaus setzt die Hamburgische Kommende auf Kooperationen mit Ordenswerken wie z.B. der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) sowie mit anderen auf dem Gebiet der Stadt Hamburg wirkenden christlichen Organisationen. Unterstützt werden z.B.

  • das Projekt Trauerpier 27A vereint in der Begegnungsstätte Lacrima die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche und den Ambulanten Hospizdienst der JUH;
  • das Notpflegeangebot der Bahnhofsmission in Kooperation u.a. mit Hoffnungsorte Hamburg und dem Malteserorden für wohnungs- und obdachlose hilfsbedürftige Menschen im Umfeld des Hamburger Hauptbahnhofs mit speziellen Pflege- und Hygiene-Leistungen von Fachkräften;
  • über den Freundeskreis Die Arche Hamburg e.V. wird die Arbeit des christlichen Kinderhilfswerks der ARCHE Hamburg in finanzieller und personeller Hinsicht gefördert.

Die Arche

Der Freundeskreis setzt sich dafür ein, benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Hamburg verlässliche Unterstützung, Gemeinschaft und neue Perspektiven zu ermöglichen. Mit Spenden, persönlichem Engagement und konkreter Hilfe fördert er Angebote, die junge Menschen in ihrer Entwicklung stärken und ihnen Chancen eröffnen. Auch die Hamburgische Kommende unterstützt ausgewählte Projekte und bringt sich immer wieder tatkräftig ein.

Notpflegeangebot der Bahnhofsmission

Das Notpflegeangebot richtet sich an obdachlose und besonders hilfsbedürftige Menschen, die aufgrund ihrer körperlichen Situation kaum Zugang zu bestehenden Hilfsangeboten finden. Fachkundige Unterstützung bei Pflege und Körperhygiene soll akute Not lindern, Selbstwert und Menschenwürde stärken und neue Zugänge zu weiterführender Hilfe schaffen. So entsteht ein niedrigschwelliges Angebot, das pflegerische Versorgung und soziale Unterstützung unmittelbar miteinander verbindet.

Johanniter-Stiftung

Seit über 900 Jahren setzen sich die Johanniter dort ein, wo Menschen krank oder in Not sind. Auch die Johanniter-Stiftung wird von dieser Überzeugung getragen. Großherzige Stifterinnen und Stifter haben seit ihrer Gründung Vermögen in die Stiftung eingebracht. Mit diesem Engagement sorgten sie dafür, dass die Johanniter langfristig und nachhaltig Hilfe leisten können – insbesondere in Bereichen, in denen Menschen durch die Maschen der sozialen Netze zu fallen drohen.

Wollen auch Sie die soziale Arbeit der Johanniter unterstützen? Unter dem Dach der Johanniter-Stiftung finden Sie eine große Bandbreite an Themen und Projekten sowie Beteiligungsmöglichkeiten. Jeder kann stiften. Sprechen Sie uns gerne für eine unverbindliche Beratung an!

Die Subkommenden der
Hamburgischen Kommende

Die Hamburgische Kommende des Johanniterordens ist in sieben Subkommenden unterteilt. Vor allem hier finden das Leben als Johanniter, der Austausch und das Engagement statt. Die beiden innerstädtischen sind Alster und Stadtpark. Im Westen befinden sich die Subkommenden Blankenese und Elbe, im Osten Bille, im Norden Walddörfer und südlich der Elbe liegt die Subkommende Nordheide. Jede der Subkommenden hat einen Leiter und einen Stellvertreter. Sie organisieren jeweils sechs bis sieben zumeist abendliche Treffen im Jahr mit Vorträgen zu geistlichen oder aktuellen Themen mit Glaubensbezug oder über Aktivitäten des Ordens und der Johanniter-Unfall-Hilfe im Sinne des diakonischen Ordensauftrags. Jede Subkommende hat zudem eigene Engagements in sozialen Einrichtungen und pflegt gute Beziehungen zu den Kirchengemeinden auf ihrem Gebiet.

Wir sind

Wir sind eine christlich-evangelische Gemeinschaft von Johannitern und ihren Familien in Hamburg. Uns verbindet der Glaube ebenso wie der Wunsch, Verantwortung zu übernehmen und für andere da zu sein. Deshalb engagieren wir uns ehrenamtlich in sozialen Projekten, Kirchengemeinden und den Werken des Johanniterordens. Gemeinschaft bedeutet für uns, Glauben und tätige Nächstenliebe miteinander zu verbinden.

Konvent

Der Konvent der Hamburgischen Kommende vereint gewählte Mitglieder und Vertreter der Ordenswerke in einem gemeinsamen Gremium. In regelmäßigen Sitzungen berät er über Engagements, Förderungen und interne Angelegenheiten der Kommende. Alle Mitglieder bringen sich ehrenamtlich ein und tragen gemeinsam Verantwortung für die Arbeit und Weiterentwicklung der Kommende.

Geschichte der Hamb. Kommende

Die Geschichte der Hamburgischen Kommende ist geprägt von stetigem Wachstum, ehrenamtlichem Engagement und dem Einsatz für Menschen in Not. Aus ersten Initiativen der Nachkriegszeit entwickelten sich über die Jahrzehnte vielfältige soziale Einrichtungen, Hilfsangebote und feste Strukturen innerhalb des Johanniterordens. Bis heute verbindet die Kommende ihre gewachsene Tradition mit dem Anspruch, gesellschaftliche Verantwortung aktiv zu übernehmen.

Die Leitung der
Hamburgischen Kommende

Erfahrungsberichte unserer Mitglieder

So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht.